Buchhandlung
am Tierpark

Lionel Shriver: Lass uns doch noch etwas bleiben (Piper)
In den 90ern in London bekommt das Paar Kay und Cyril mit, wie ihre Eltern dement und qualvoll dahinsiechen - und schließen einen Pakt: An Kays 80. Geburtstag nehmen sie sich gemeinsam das Leben. Nur was manchmal dazwischenkommt, ist halt das Leben! Lionel Shriver spielt in ihrem humorvollen und nachdenklich machenden Buch verschiedene Szenarien durch: mal schafft es nur einer von ihnen, die Tabletten zu nehmen, mal schickt einer von ihnen einen Hilferuf an die Polizei oder die Kinder, die das Paar daraufhin in ein Altenheim bringen, wo es so katastrophal ist, dass sie türmen. Ein kluges und witziges Buch über unsere Sterblichkeit.

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"Identitti"
Mithu Sanyal, Hanser, ISBN

Die von vielen umschwärmte und geschätzte Professorin für Postkolonialismus in Düsseldorf, Saraswati, selbst mit vermeintlich indischem Hintergrund, die in der ersten Seminarstunde gerne mal alle Weißen bittet, den Raum zu verlassen, ist weiß! Mit diesem Skandal beginnt der erste Roman der Sachbuchautorin („Vulva“, „Vergewaltigung“) Sanyal.
Saraswatis Lieblingsstudentin Nivedita, die eigentlich bei Saraswati promovieren wollte, sich jetzt aber fragen muss, ob die Professorin, die eigentlich Sahra Vera Thielmann heißt und aus Karlsruhe kommt und eben biodeutsch ist, nicht die Uni verlassen muss, konfrontiert ihre Professorin mit Fragen, die uns alle angehen: Was ist Identität, was ist Herkunft, was ist Race, wann ist es Rassismus? Die Fragestellungen die auch in den Posts der Sozialen Medien eingestreut werden, die sich mit Saraswati beschäftigen, sind am Puls der Zeit (Stichwort Identitätspolitik) und betreffen uns alle.

Aufgrund seiner jungen, studentischen Sprache vor allem für junge Menschen.

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