Mathilde und Marie von Torsten Woywood
Möchten Sie mal wieder ein Buch lesen ohne viel Drama, spielend in einem abgelegenen Bücherdorf in Belgien, wo die Mensch sich noch umeinander kümmern und füreinander da sind? Dann ist Mathilde und Marie genau das Richtige für Sie.
Klappentext
Warmherzig und entschleunigend - ein Roman, der einfach nur guttut 'Bei uns geht es nicht darum, möglichst viele Dinge in immer kürzerer Zeit zu erledigen, sondern sich den Dingen mit vollständiger Hingabe und Aufmerksamkeit zuzuwenden. Weniger ist mehr, mehr ist weniger.' In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur eine Stunde am Tag verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Eine Begegnung, die alles verändern wird Als die junge Französin Marie kurzentschlossen ihr Leben in Paris hinter sich lässt und zu einer Reise mit unbekanntem Ziel aufbricht, ahnt sie nicht, dass sie bald an diesem bemerkenswerten Ort ankommen wird. Im Zug begegnet sie Jónína, einer Isländerin, die Menschen mit ungewöhnlicher Klarheit zu lesen vermag und somit auch Maries Situation schnell erfasst. Sie nimmt Marie mit zu sich nach Hause, nach Redu, wo sie eine kleine Buchhandlung betreibt. Eine Gemeinschaft, liebenswert und verschroben Mit jedem Tag fühlt sich Marie in Redu wohler. Hier lernt sie nicht nur neue Seiten des Lebens, sondern auch sich selbst kennen. Und sie trifft auf eine ganz besondere Gemeinschaft. Wenn eine Freundschaft zur Rettung wird Als der Frühling vollends Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuer Blüte erweckt, sondern es werden Veränderungen in Gang gesetzt, denen sich selbst die mürrische Mathilde nicht entziehen kann ... Ein wohltuender, mutmachender Roman über die heilende Kraft der Gemeinschaft und das, was im Leben wirklich zählt.
ISBN 9783423285124, 22 €
Der Haufen von Annika Norlin
Die Journalistin Emelie zieht für einige Zeit in den schwedischen Wald, um durch die Natur zur Ruhe zu kommen. Dort entdeckt sie jedoch eine Gruppe von Menschen, die scheinbar auch zusammen im Wald lebt. Emelie beobachtet die Gruppe und wir lernen nach und nach die einzelnen Menschen dieser Gruppe kennen und warum diese ihren Weg in „Den Haufen“ gefunden haben. Die Analogie zu einem Ameisenhaufen ist mit dem Titel bewusst gewählt. Das Buch und die Menschen darin ziehen einen in seinen Bann und bringen einen zum Nachdenken. Darüber wie unser Verhalten der Natur gegenüber ist, aber auch wie stark wir in unserem Verhalten von der Gesellschaft und von anderen Menschen beeinflusst werden. Eine absolute Leseempfehlung.
ISBN 9783905574555, 26 €
Die Hummerfrauen von Beatrix Gerstberger
Drei sehr unterschiedliche Frauen in einem Fischerdorf in Maine. Sie sind verbunden durch die Liebe zum Meer und zum Hummerfang. Solidarisch
behaupten sie sich in dieser Männerwelt und erkämpfen sich ihren Platz.
Als Leser*in ist man ein Teil dieser Gesellschaft, fährt bei Wind und Wetter mit raus auf die See, durchstreift mit den Protagonistinnen die Landschaft
und kuschelt sich mit ihnen gemeinsam mit einem Tee unter die Decke, wenn es draußen stürmt und schneit.
Ein Roman voller Wärme, Humor und Menschenkenntnis.
ISBN 9783423284769, 22 €
Kundinnen-Empfehlung: "Only Margo" von Rufi Thorpe
Nach einer ungeplanten Schwangerschaft steht die junge Margo plötzlich allein
da und versucht mit viel Engagement und auch Naivität, eine Lebensgrundlage
für sich und ihr Baby aufzubauen und dabei eine gute Mutter zu sein.
Margos Geschichte wirkt wie aus dem Leben gegriffen. Eine junge Person trifft
eine scheinbar falsche Entscheidung und muss sich vor der Gesellschaft rechtfertigen.
Es ist spannend, Margo auf ihrem Weg vom naiven Teenager in Richtung taffe
"Businessfrau" zu begleiten. Wie sie auf ihre eigene Weise den Anfeindungen im
Internet aber auch ihrem privaten Umfeld begegnet, ließ mich mitunter denken: "Yes girl!!"
Fazit: Ein Buch mit aktuellem Thema, das besonders Lesende interessieren könnte, die täglich in sozialen Onlinemedien unterwegs sind und sich von Margos Kampf gegen den Hass empowern lassen.
Das Buch erscheint am 28.01.2025.
Die vorletzte Frau von Katja Oskamp - Weinlese-Empfehlung
Sie lernt ihn kennen, als sie noch jung ist und er beinahe alt. Sie wird seine Schülerin, seine Geliebte, seine Vertraute, und beide schwören,
sich einander zuzumuten "mit allen Meisen und Absonderlichkeiten". Eine Beziehung voller Lust und Hingabe und Heiterkeit.
Katja Oskamp beschreibt in ihrem neuen Roman warmherzig, humorvoll und manchmal schonungslos offen, ihre nicht einfache Beziehung zu dem bekannten Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann.
Der Buchspazierer von Carstem Henn - Weinlese-Empfehlung
Carl Kollhoff liefert Bücher aus. Aber es gibt nicht mehr viele Menschen, denen er die Bestellung persönlich nach Hause bringt und
es waren ganz besondere Kunden. Diese Menschen sind fast wie Freunde, und er ist ihre wichtigste Verbindung zur Welt.
Warmherzig, klug und anrührend erzählt Carsten Henn vom Wert der Freundschaft, der Magie des Lesens und der verbindenden Kraft von Büchern.
Die Verfilmung läuft momentan in den Kinos.
Anständige Leute von Leonardo Padura - Weinlese-Empfehlung
Havanna im Ausnahmezustand: Der historische Besuch Obamas und das legendäre Rolling-Stones-Konzert stehen kurz bevor. Inmitten der Aufbruchstimmung ermittelt Conde in einem unliebsamen Fall: Ein berüchtigter Kunst-Zensor wird tot aufgefunden, ein Mann, der etliche Leben zerstörte.
Wie immer vermischt Padura sehr gekonnt das Leben im heutigen Havanna mit all seinen ambivalenzen, mit einem Kriminalfall und der Geschichte
der Stadt.
Für alle El Conde - Fans ein Muss und für alle, die sich für eine Innenansicht Kubas interessieren, sehr zu empfehlen.
"Der letzte Satz" von Robert Seethaler - Weinlese-Empfehlung
An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise
Unbedingt Lesen!!!
Vaterland von Robert Harris - Weinlese-Empfehlung
Hitler hat den Krieg gewonnen. Großdeutschland, das vom Rhein bis zum Ural reicht, dominiert Europa. Ständige Partisanenkämpfe und der Kalte Krieg mit den USA zermürben das Reich. In Berlin geschieht ein brutaler Mord an einem Parteibonzen - und Kripo-Sturmbannführer March gerät im Zuge seiner Ermittlungen gefährlich nah an die Wahrheit.
Trophäe von Gaea Schoeter - Weinlese-Empfehlung
Gaea Schoeters' preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt.
Hunter, steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, doch sein Projekt, die Big Five vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den Big Six gehört habe. Zunächst ist Hunter geschockt, aber als er die jungen Afrikaner beim flinken Jagen beobachtet ... Ein Roman von radikaler Konsequenz.