Buchhandlung
am Tierpark

How to say Ich liebe dich - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Anna Planter, Silvia Zanovello-Sager

Was gibt es Schöneres als eine Liebeserklärung? Aber sag ich’s direkt oder durch die Blume? Mit einer Inszenierung oder einfach einem Kuss? Und wie vermeide ich eine Abfuhr? F. Scott Fitzgerald, Nick Hornby, Annie Proulx, Graham Swift, Arno Geiger, Laura de Weck u.v.a. erzählen von diesen entscheidenden Momenten. Und Daniela Krien zeigt, wie wichtig es ist, den richtigen Zeitpunkt nicht verstreichen zu lassen.

Nastjas Tränen - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Natascha Wodin

Als Natascha Wodin 1992 nach Berlin kommt, sucht sie jemanden, der ihr beim Putzen hilft. Sie gibt eine Annonce auf, und am Ende fällt die Wahl auf eine Frau aus der Ukraine, dem Herkunftsland ihrer Mutter, die im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Nastja, eine Tiefbauingenieurin, konnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im wirtschaftlichen Chaos ihrer Heimat nicht mehr überleben − ihr letztes Gehalt bekam sie in Form eines Säckchens Reis ausgezahlt. Da sie ihren kleinen Enkelsohn und sich selbst nicht länger ernähren kann, steigt sie, auf etwas Einkommen hoffend, in einen Zug von Kiew nach Berlin. Dort gelingt es ihr, mehrere Putzjobs zu finden, nach getaner Arbeit schläft sie auf dem Sofa ihrer Schwester. Zu spät bemerkt sie, dass ihr Touristenvisum abgelaufen ist. Unversehens schlittert sie in das Leben einer Illegalen, wird Teil der riesigen Dunkelziffer an Untergetauchten im Dickicht der neuen, noch wildwüchsigen deutschen Hauptstadt.

Alt werde ich später - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Dr. Med. Marianne Koch

Wie es gelingt, geistig jung, gesund und voller Elan zu bleiben, lebt uns Dr. med. Marianne Koch vor. »Erfolgreich altern« nennt sie das, und was alles dazugehört, erzählt sie hier.
In neun Kapiteln beleuchtet Marianne Koch physiologische wie psychische Aspekte, die das Altern mit sich bringt. Sie geht auf das Selbstbewusstsein ein, auf Ernährung und Bewegung, auf lebenslanges Lernen, das Problem der Einsamkeit, den Umgang mit Verlusten und zeigt, wie wichtig es ist, die Lust am Neuen nicht zu verlieren.

Mädchen, Frau, etc. - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Bernardine Evaristo

In unterhaltsamen Ton und mit Humor beschreibt die Autorin anhand von 12 Protagonistinnen das Leben von schwarzen
Frauen und ihren Familien in London. Ihre Kämpfe und Schmerzen, ihre Siege und Niederlagen, Ihr Lachen, ihre Sehnsüchte und Lieben. Und erschafft damit ein vielstimmiges Bild des Lebens in dieser Stadt. Ein wunderbarer, ein toller Roman, den man mit viel Vergnügen liest.

Saphirblau - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Kerstin Gier

Gideon und Gwendoyn sind bis über beide Ohren verliebt. Doch Liebe unter Zeitreisende birgt ungeahnte Tücken. Gut, dass Gwendolyn jede Menge Ratgeber an ihrer Seite weiß, sei es nun ihre beste Freundin Leslie oder Geisterfreund James. Nur Ximerius, ein leicht anhänglicher Wasserspeier, sorgt eher für Turbulenzen, als dass er hilft. Und als Gideon und Gwendolyn ein weiteres Mal in die Fänge des Grafen von St. Germain geraten, wird ihre Liebe auf eine harte Probe gestellt.

Komorebi - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Tom Hohlfeld

Schneller. Mehr. Höher. Mehr. Weiter. Mehr. In einer beschleunigten Gesellschaft stolpert das erzählende Ich im rasenden Stillstand über sich selbst. Ausbruchwillig entreißt es sich dem städtischen Grau und beginnt sich wieder mit jedem Wandersschritt all dem Phantastischen der Natur anzuverwandeln. 52 lyrische Meditationen, wie sich jemand durch Innehalten endlich wieder zu bewegen entdeckt. Denn so wie (und ob) wir gehen, so (er)geht es uns.

Erinnerungen einer Nation - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Neil MacGregor

Deutschlands Geschichte ist stärker zersplittert als die der meisten anderen europäischen Länder. Seine Grenzen waren oft in Bewegung, und die längste Zeit der letzten 500 Jahre bestand es aus einem bunten Mosaik von politischen Gebilden. Doch es gibt auch Erinnerungen, die allen Deutschen gemeinsam sind." Neil MacGregor stellt sie uns vor in einem Buch über Deutschland, wie es noch nie eines gab. Seine augenöffnende Reise durch die deutsche Geschichte beginnt mit dem Brandenburger Tor, und sie endet mit der Reichstagskuppel und Gerhard Richter. Unterwegs begegnen wir einem faszinierenden Ensemble, darunter Gutenbergs Buchdruck, Porzellan aus Dresden, deutsches Bier und deutsche Wurst, Goethe, Schneewittchen und Mutter Courage, die Krone Karls des Großen, ein Tauchanzug made in Ostdeutschland und das Tor von Buchenwald.

Das Buch der verbrannten Bücher - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Volker Weidermann

Die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933: Wie es dazu kam, welche Bücher verbrannt wurden und was mit den Autoren geschahNach dem überwältigenden Erfolg von Lichtjahre, seiner kurzen Geschichte der deutschen Literatur nach 1945, wendet Volker Weidermann den Blick zurück auf den Tag, an dem in Deutschland die Bücher brannten. Seine Mission: diese Bücher, diese Autoren dem Vergessen entreißen!

Es wurde angekündigt als »Aktion wider den undeutschen Geist«: Die akribische landesweite Vorbereitung gipfelte am 10. Mai 1933 in der Errichtung von Scheiterhaufen in vielen deutschen Städten, auf die dann Studenten, Bibliothekare, Professoren und SA-Leute in einer gespenstischen Feierstunde die Bücher warfen, die nicht mit ihrer menschenverachtenden Ideologie vereinbar waren. Unvergessen die Tonbandmitschnitte, die dokumentieren, wie Joseph Goebbels auf dem Platz neben der Berliner Staatsoper mit den Worten »Und wir übergeben den Flammen die Werke von …« die einzelnen Autoren aufrief, von denen einige sogar anwesend waren.

Volker Weidermann erzählt, wie dieser Tag verlief, an dem es trotzig regnete, er erzählt von dem Bibliothekar Herrmann, der die Urliste aller Listen erstellte, nach denen dann die Scheiterhaufen bedient wurden, und er erzählt von den Werken und ihren Autoren – und davon, wie willfährige Buchhändler und Bibliothekare die Bücher aus ihren Regalen entfernten, so gründlich, dass viele Werke und Autoren danach nicht wieder zum Vorschein kamen.

Die Gleichung des Lebens - Weinlese-Empfehlung vom 23.04.22 von Norman Ohler

Friedrich II. schickt sein versponnenes Mathematikgenie Leonhard Euler in die Wildnis, um Natur zu berechnen – doch ein Mord und eine Frau namens Oda, die Euler in den Weiten des Sumpfes kennenlernt, werfen die Gleichung des ehrgeizigen Königs über den Haufen.Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch trockenlegen. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Als die Leiche des Ingenieurs für den neuen Kanal am Ufer der Faulen See angetrieben wird, steht Leonhard Euler vor einer Herausforderung, die ihn und das aufklärerische Denken selbst an eine Grenze bringt. Denn die urtümliche Sumpflandschaft, die dem Untergang geweiht ist, wehrt sich mit allen Mitteln .

Offene See von Ben Myers

England, kurz nach dem 2. Weltkrieg.
Robert, 16 Jahre alt, wird in die Fußstapfen seines Vaters treten und Bergmann werden, so viel steht fest. Doch bevor es so weit ist, begibt er sich, der die Natur und die Weite einer Landschaft über alles liebt, auf eine Wanderung Richtung Meer. Kurz vor seinem Ziel, das Meer leuchtet schon am Horizont, trifft er auf Dulcie, eine ältere Frau, die zurückgezogen in einem alten Cottage wohnt. Eigentlich wollte er nur zum Essen bleiben, aber die Gespräche mit Dulcie faszinieren Robert. Sie eröffnen ihm eine neue freiere Sicht auf das Leben. Er bleibt viele Wochen, um danach seinen ganz eigenen Weg zu finden.
Eine wunderbar poetische Geschichte, die sich liest, als wäre man selbst in diesem Cottage zu Gast.
Ein kleiner Urlaub von unserer hektischen Zeit.